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Irisblüte: Bald geht es los!

Die ersten Hohen Bartiris öffnen bereits ihre Knospen. Doch bis die gesamte Sammlung in Blüte steht, dauert es aber noch ein paar Tage. Viele Knospen sind noch geschlossen und werden sich erst am Wochenende öffnen.

Unsere erste Einschätzung passt weiterhin: Wir erwarten den Beginn der die Hochblüte in der Auffahrtswoche. Wer die einzigartige Sammlung in ihrer ganzen Farbenpracht erleben möchte, plant den Besuch am besten in diesem Zeitraum oder kurz danach ein – die Iris blühen nur wenige Wochen im Jahr.

Auffällig sind in diesem Jahr die vielen «gewellten» Blütenstiele. Das liegt an den kalten Nächten vor einigen Wochen, die das Wachstum während der Entwicklungsphase gestört haben.

Die Zwerg-Iris und die mittelhohen Bartiris blühen schon seit einiger Zeit und zeigen sich weiterhin von ihrer schönsten Seite.

Mehr über die Irissammlung
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Pflanze des Monats

Riesenfedergras
Celtica gigantea

Hohe Gräser sind eigentlich erst im Spätsommer aktuell, doch das Riesenfedergras ist eine Ausnahme. Schon im Mai steigen die Halme zwischen niedrigeren Pflanzen fontänengleich empor, um später wie flirrende Wölkchen darüber zu schweben.

Dieses zart anmutende Gras stammt aus Südspanien und Marokko; es liebt heisse und sonnige Standorte, durchlässigen Boden und freien Stand. Die Pflege ist einfach: Wer mag, schneidet die Blatthorste im Spätwinter eine Handbreit über dem Boden zurück und später, im Sommer, die verblühten Halme, falls diese das Bild stören. Düngen und Giessen kann man sich sparen. Gelegentlich versamt es sich, was meistens Anlass zur Freude ist – und ansonsten sind die Pflänzchen schnell gejätet oder eingetopft und verschenkt.

In den Merian Gärten bildet das Riesenfedergras einen luftigen Kontrast zu den bombastischen Blütenständen der Steppen- und Königskerzen. Es bleibt trotz seiner Höhe transparent und fängt mit seinen flirrenden Rispen das Sonnenlicht ein. Der Sommer kann kommen!

Standort: Im Farbhügel neben dem Pächterhaus Vorder Brüglingen

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Es wird grün: die ersten Pflanzen kommen ins Beet

Der Arzneipflanzengarten macht Fortschritte! Wo es im Januar noch kahl war, wird es jetzt langsam grün.

Letzte Woche hat das Team der Gärtnerinnen und Gärtner mehrere hundert Pflanzen gesetzt. So eine grosse Aktion geht nur mit einem sorgfältigen Pflanzplan: auf diesem ist definiert, welche Arten wo wachsen sollen, wie viel Platz jede Art braucht und welche Stückzahl bestellt werden muss.  
In den kommenden Wochen folgen weitere Pflanzen: Einerseits die Jungpflanzen, die momentan im Gewächshaus noch Zeit zum Anwachsen brauchen, andererseits Pflanzen, die nicht winterhart sind und erst Mitte Mai ins Freie können.

Neben Minze, Salbei, Lavendel und anderen bekannten Arzneipflanzen freuen wir uns auch über einige Besonderheiten im Garten: Camellia sinensis, die Teepflanze, die in unseren Breitengraden eher selten zu sehen ist, oder Ribes nigrum, die ursprüngliche Wildform der Johannisbeere. Oder die Acker-Minze, die vermeintlich zu wenig attraktiv ist für die meisten Hobbygärtnerinnen und deshalb kaum in Gärtnerein zu finden, aber medizinisch durchaus relevant ist. 
Noch sind die Pflanzen klein; mit den kommenden warmen Tagen dürfte sich das jedoch schnell ändern. Bis die Pflanzen sich aber voll entfaltet haben, braucht es etwas Geduld – um vollständig einzuwachsen, brauchen die meisten Arten etwa 2 Jahre.

Bis zur Eröffnung am 7. Juni wird bereits ein stimmiger, lebendiger Garten erlebbar sein.

Programm Eröffnung
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Die ersten Iris blühen!

Die ersten Iris blühen! Darunter auch das ‘Findelkind’. Diese Sorte der mittelhohen Bartiris nutzen wir jedes Jahr um unseren Kalender einzustellen: Wenn sie blüht, dauert es noch zwei bis drei Wochen, bis die gesamte Iris-Sammlung in voller Blüte steht. Sollte das Wetter sonnig und relativ warm bleiben, erwarten wir den Beginn der Hauptblüte in der Woche von Auffahrt.

Schon jetzt lohnt sich ein Besuch. Nicht nur die mittelhohen, auch die Zwerg-Iris blühen. Sie sind nur 30 Zentimeter hoch, aber genauso farbenfroh wie ihre grossen Verwandten.

Mehr über die Irissammlung
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Jetzt aktuell

Was blüht?

Aktuell sehen die Merian Gärten jede Woche anders aus. Gleich zwei Sammlungen beginnen zu blühen und das märchenhafte Rhododendrontal ist unbedingt einen Besuch wert! Unsere Blüten-Highlights im April:


Sammlungen/ Besucherlieblinge

  • Rhododendrontal: Die Azaleen sind gerade in voller Blüte; die Rhododendren teilweise schon vorbei, teilweise kommen sie erst noch.
  • Pfingstrosen: Die Strauchpfingstrosen blühen, bei den Staudenpfingstrosen die ersten. Bemerkenswert sind beispielsweise Paeonia daurica subsp. mlokosewitschii (gelb und mit ungewöhnlicher Blattform), Paeonia arietina, Paeonia ‘Early Scout’ (eine Hybride zw. P. lactiflora und P. tenuifolia).
  • Die Zwergiris sind in voller Blüte. Ebenso einige Arten wie Iris x germanica(s), I. pallida, Iris marsica, Die meisten mittelhohen Iris blühen ebenfalls.

Ansonsten:

  • Die Mondviole (Lunaria rediviva) verzaubert den Dyychuferweg mit lila Blüten. Der Name kommt davon, dass die Pflanze in der Nacht duftet um Nachtfalter anzuziehen.
  • Verschiedenste späte Tulpen blühen noch – aber nicht mehr lange. Beispielsweise beim Sommersitzplatz neben der Villa Merian (Tulipa ‘Green Star’) oder die hübschen gelben Tulpen zwischen Villa und Mühle (Tulipa batalinii ‘Yellow Jewel’)
  • Ebenfalls beim Sommersitzplatz neben der Villa Merian blühen jetzt verschiedene Schneebälle (Viburnum) und verschiedene Salomonssiegel (zB Polygonatum multiflorum 'Ramosissimum')
  • Im Nordgarten leuchtet das Grüngelb der Mittelmeer-Wolfsmilch (Euphorbia characias ssp. wulfenii) im «Eichenhügel». Und gleich daneben im «Lindenhain» ein weisser Teppich der Grossen Stermiere (Stellaria holostea bzw. neu Rabelera holostea)
  • Bijous im Schatten der Rhododendren: Riesen-Dreizipfellilie (Trillium chloropetalum var. giganteum), Himalaya-Maiapfel (Podophyllum hexandrum) und Einbeere (Paris quadrifolia). Alles sind Pflanzen mit insbesondere auffälligem Blatt, aber bei genauer Betrachtung interessanter Blüte
  • Und in den ganzen Gärten ist der Weissdorn in den Wildhecken besonders schön (Crataegus monogyna): Sein Weiss leuchtet aus allem heraus.
Zwergiris 'Laurin'
Zwergiris 'Laurin'
Euphorbia characias ssp. wulfenii
Euphorbia characias ssp. wulfenii
Rabelera (Stellaria) holostea
Rabelera (Stellaria) holostea
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Aktuell am Marktstand: Ewiges Gemüse

Während das Frühlingsgemüse noch wächst, ernten wir mehrjähriges oder "ewiges" Gemüse. Dazu gehört zum Beispiel der Ewige Kohl, der ähnlich wie Grünkohl schmeckt und viel Vitamin C liefert. Oder die Ausdauernde Kresse, die Salaten eine scharfe Note verleiht. Nur wenig bekannt ist der Gartensauerampfer, eine zitronige, spinatähnliche Beigabe für Suppen und Salate. Ausserdem haben wir die letzten Pastinaken und Wintersalate im Angebot.

Ende April erwarten wir dann endlich die ersten Radieschen, Salate und andere Frühlingsfreuden.

Übrigens: Unsere Hühner spüren aktuell den Frühling und legen viele Eier. Erhältlich im Verkaufsautomaten.

Marktstand mit Selbstbedienung
donnerstags erntefrisch, danach nach Verfügbarkeit

Verkaufsautomat täglich in Betrieb 
Eier, Konfitüre und Süssmost nach Verfügbarkeit

Mehr Marktstand
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Pflanze des Monats

Spanischer Ginster
Genista hispanica

Trockener, steiniger Boden? Vollsonnig und heiss? Keine Lust, nach Feierabend den Garten zu giessen? Dann wäre der Spanische Ginster eine passende Pflanze für Ihren Garten. Er wächst zu einem kompakten Kissen heran, sieht das ganze Jahr über proper aus, und ab Mitte April ist er übersät mit gelben Blüten, an denen diverse Insekten ihre Freude haben. Dünger produziert er selber, mithilfe von Knöllchenbakterien in seiner Wurzel. Im Gegensatz zu anderen Ginsterarten verträgt er sogar unseren kalkhaltigen Boden.

Aber aufgepasst beim Kauf! Als Spanischen Ginster bekommen Sie im Handel oft den Binsenginster. Hierbei kommt es nämlich auf den botanischen Namen an: Genista hispanica ist niedrig, kompakt und wunderschön; Spartium junceum ist hoch, breit und auch wunderschön - aber eben ganz anders.

Vor einigen Jahren entdeckten wir in einem der Stachelkissen ein gut getarntes Nest. Nach längerem Werweissen («Haselmaus? Zaunkönig? Superman?») haben wir das Rätsel gelöst: Der Zilpzalp wars! Ein kleiner brauner Vogel, dessen Ruf wie sein Name klingt, irgendwie. Sein Nest baut er knapp über dem Boden in niedrigem Gesträuch. Da er sich heimlich ans Nest anpirscht, sieht man ihn fast nie. Falls doch, freuen Sie sich!

Standort: Im Nordgarten, im "Eichenhügel"

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Umbau im Arzneipflanzengarten

Wer in diesen Tagen durch den Arzneipflanzengarten geht, wundert sich vielleicht: Die Beete sind leer. Wo sonst eine Vielzahl an Pflanzen wächst, sieht man derzeit Erde, Holz, Kies, Steine – und auch immer wieder einen Bagger.

Der Grund: Wir überarbeiten den Garten. Unser Team der Landschaftsgärtner erneuert die Beetabtrennungen und baut eine Drainageschicht aus Steinen ein, damit überschüssiges Wasser künftig besser abfliessen kann. Anschliessend wird frische Erde eingebracht und die Beete für die neue Bepflanzung vorbereitet. Für all diese Arbeiten kommen auch grössere Maschinen zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen ist deshalb der Durchgang zur Orangerie zeitweise gesperrt.

Die Pflanzen selbst sind übrigens nicht alle verschwunden. Wir haben sie bereits im Herbst ausgegraben. Jetzt warten vielen von ihnen in Kübeln darauf, wieder ausgepflanzt zu werden.

Die Arzneipflanzen kommen also zurück. Schon bald wird es hier wieder wachsen und blühen.

Und das feiern wir: Am 7. Juni laden wir zur Wiedereröffnung des Arzneipflanzengartens ein.

Save the date!

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Schule & Landwirtschaft 2026/27: Ausschreibung gestartet

Basler Schulklassen können sich ab sofort für das Programm Schule & Landwirtschaft im Schuljahr 2026/27 bewerben. Teilnehmen können angehende 2. und 3. Primarschulklassen aus Basel-Stadt, Riehen und Bettingen. Das Interesse ist jedes Jahr gross – deshalb wird die Teilnahme unter allen Bewerbungen ausgelost. Wir haben Platz für 30 Klassen.

Lernen mit Erde an den Händen

Schule & Landwirtschaft ist ein ganz besonderes Angebot: die Kinder besuchen die Merian Gärten während einer ganze Saison immer wieder. Sie tauchen tief in ein Thema ein, übernehmen selbst Verantwortung für Pflege und Ernte. Ganz nebenbei üben sie sich in Geduld, Mut und Durchhaltevermögen. Denn sie machen alles selber – säen, jäten, ernten, pflügen und vieles mehr. Durch die wiederholten Besuche über einen längeren Zeitraum entsteht ein nachhaltiges Erlebnis, welches das Programm in dieser Form schweizweit einzigartig macht.

Bewerbung für das Schuljahr 2026/27

Das Infodossier mit allen Informationen wird über die Schulhausleitungen verteilt. Interessierte Lehrpersonen, können direkt bei der eigenen Schulleitung nachfragen. Bewerbungsschluss ist am Mittwoch, 1. April 2026 an die - Volksschulleitung.

Schule & Landwirtschaft - zum Programm

Interessiert an mehr Informationen aus der Naturbildung? Hier geht es zu unserem Newsletter speziell für Lehrpersonen. 

Newsletter für Lehrpersonen
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Pflanze des Monats

Mandelbaum
Prunus dulcis

Es gibt vernünftige Gründe, keinen Mandelbaum zu pflanzen: Er wächst nur im Weinbauklima, liebt heisse Sommer und mildfeuchte Winter. Bei starkem Frost leidet der Fruchtansatz. Falls nicht, entwickeln sich Früchte, die an vergammelte Aprikosen erinnern. Es gibt verschiedene Sorten, doch die meisten lassen sich kaum knacken, und bittere Mandeln sind giftig. Am besten geeignet sind sogenannte Krachmandeln. Der Name kommt nicht etwa vom Krach beim Öffnen der Schale, sondern bezeichnet Varietäten, welche leicht zu knacken sind.

Ist die Mandel endlich befreit, freut sich der Mensch. Sie schmeckt wunderbar, ist gesund und lässt sich vielfältig verwenden. Hätte sie einen exotisch klingenden Namen wie Chia oder Quinoa, würde sie im Internet 
von Inflünzern als Superfood gefeiert. Man kann sie essen, backen, zu Öl, Milch oder Paste verarbeiten oder als Schmiermittel sowie zur Körperpflege verwenden.

Mandelbäume stammen aus Südwestasien, werden seit Jahrtausenden genutzt und wurden von den Römern (die genau wussten, was gut ist) nach Europa gebracht, zusammen mit dem Wein. Inzwischen werden Mandeln in vielen Weltgegenden angebaut, was mancherorts durch den hohen Wasserbedarf zum Problem wird. In Anbaugebieten wie zum Beispiel in der Pfalz zieht die Mandelblüte jedes Jahr viele Besucher an. Wenn sich die Knospen öffnen, ist das immer wieder eine grosse Freude. Die unglaublich schöne Blüte ist vielleicht kein vernünftiger, aber ein guter Grund, auch im eigenen Garten ein Mandelbäumchen zu pflanzen. Wenn man dann später ein paar Mandeln ernten kann: Umso besser!

Standort: Im Nordgarten, hinter dem Silberhang